„Wo fange ich eigentlich an?“ ist die häufigste Frage, die uns beim ersten Besichtigungstermin gestellt wird. Die Antwort ist unspektakulär: mit der Kündigung und einem Datum. Alles Weitere ordnet sich diesen beiden Fixpunkten unter. Hier steht der komplette Ablauf in der Reihenfolge, in der er tatsächlich funktioniert.
Phase 1: Entscheiden und kündigen
Am Anfang stehen zwei Termine, die zusammenpassen müssen: das Ende des alten Mietverhältnisses und der Beginn des neuen. Ideal ist eine Überlappung von ein bis zwei Wochen — dann laufen Umzug, Renovierung und Endreinigung ohne Zeitdruck nacheinander statt an einem einzigen Tag.
Die Kündigungsfrist beträgt für Mieter drei Monate; die Details stehen im Ratgeber Wohnung kündigen. Erst wenn dieser Termin steht, macht die weitere Planung Sinn — vorher bewegt man sich im Ungefähren.
Phase 2: Aussortieren, bevor Sie planen
Der wirksamste Kostenhebel liegt ganz am Anfang: Alles, was nicht mitkommt, muss weder verpackt noch getragen noch transportiert werden. Gehen Sie Raum für Raum durch und entscheiden Sie in drei Kategorien — mitnehmen, verkaufen oder verschenken, entsorgen.
- Keller, Dachboden und Garage zuerst — dort steckt das meiste Volumen
- Kleidung, die zwei Winter nicht getragen wurde, kommt weg
- Möbel, die nicht in den neuen Grundriss passen, jetzt verkaufen statt später lagern
- Sperrmüll und Elektroschrott brauchen Vorlaufzeit — Termin früh buchen
- Was übrig bleibt, räumt auf Wunsch unsere Entrümpelung
Phase 3: Angebote einholen (8 bis 6 Wochen vorher)
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für die Besichtigung. Ein seriöses Angebot entsteht nicht am Telefon, sondern nach einem Blick in die Wohnung: Volumen, Etage, Treppenhaus, Parksituation, Montagebedarf. Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur den Endbetrag, sondern den Leistungsumfang — dazu Umzugsangebote richtig vergleichen.
Parallel läuft die Terminplanung: Monatsende, Freitage und die Sommermonate sind die teuersten Slots. Wer flexibel ist, spart mit einem Werktag in der Monatsmitte spürbar.
Phase 4: Verträge und Behörden (6 bis 4 Wochen vorher)
| Vorlauf | Erledigung |
|---|---|
| 8–6 Wochen | Internet- und Telefonanschluss umziehen lassen |
| 6–4 Wochen | Strom und Gas ummelden, Versicherungen anpassen |
| 4 Wochen | Urlaub einreichen, Kinderbetreuung und Schule klären |
| 3 Wochen | Halteverbotszone beantragen, Aufzug reservieren |
| 2 Wochen | Nachsendeauftrag einrichten, Adressliste abarbeiten |
Die vollständige Liste mit Fristen steht unter Strom, Gas und Internet ummelden sowie Nachsendeauftrag einrichten.
Phase 5: Packen (4 Wochen bis kurz vorher)
Gepackt wird von hinten nach vorn: zuerst Keller, Bücher, Deko, Saisonkleidung — alles, was Sie bis zum Umzug nicht brauchen. Zuletzt Küche, Bad und Alltagskleidung. Wie viele Kartons Sie brauchen, steht unter Umzugskartons berechnen, die Packtechnik unter Richtig packen.
Eine Kiste bleibt bis zum Schluss offen und wird zuerst wieder ausgepackt: Kaffeemaschine, Bettwäsche, Handtücher, Ladegeräte, Werkzeug, Toilettenpapier, Putzzeug. Sie entscheidet darüber, wie der erste Abend im neuen Zuhause wird.
Phase 6: Der Umzugstag
- Halteverbotszone am Vorabend kontrollieren, Fahrzeuge notfalls abschleppen lassen
- Treppenhaus und Türen abdecken, Aufzug sichern
- Crew einweisen: was zerbrechlich ist, was nicht mitkommt, wohin welcher Karton gehört
- Zählerstände ablesen und fotografieren
- Wertsachen, Papiere und Medikamente selbst transportieren
- Verpflegung bereitstellen — dazu Verpflegung für Umzugshelfer
- Wohnung besenrein hinterlassen, Übergabeprotokoll ausfüllen
Ein Wohnungsumzug in München dauert mit professioneller Crew je nach Größe vier bis acht Stunden. Mit privaten Helfern planen Sie realistisch den anderthalbfachen Zeitraum.
Phase 7: Ankommen
Zuerst werden Betten aufgebaut, dann Küche und Bad eingeräumt, danach der Rest — in dieser Reihenfolge ist die Wohnung nach dem ersten Tag bewohnbar. Innerhalb von zwei Wochen nach Einzug ist die Ummeldung beim Einwohnermeldeamt fällig; alles Weitere finden Sie unter Ummelden nach dem Umzug.
Wenn Sie das alles nicht selbst koordinieren wollen: Genau dafür gibt es die kostenlose Umzugsberatung — wir planen den Ablauf, nennen den Festpreis und halten den Termin. Ein Angebot erhalten Sie über die Anfrage.
Häufige Fragen
Wo fange ich beim Umzug an?
Mit der Kündigung der alten Wohnung und einem festen Umzugsdatum. Erst wenn beide Termine stehen, lassen sich Angebote, Verträge und Packplanung sinnvoll darauf ausrichten.
Wie lange vorher sollte man mit der Umzugsplanung beginnen?
Acht Wochen sind ein guter Vorlauf. Der Internetanschluss und gefragte Umzugstermine brauchen die längste Vorlaufzeit, alles andere passt in die letzten vier Wochen.
In welcher Reihenfolge packt man?
Von selten benutzt zu täglich gebraucht: erst Keller, Bücher und Saisonsachen, zuletzt Küche, Bad und Alltagskleidung. Eine Kiste mit dem Nötigsten bleibt bis zum Schluss offen.
Wie lange dauert ein Umzug?
Eine Wohnung mit zwei bis drei Zimmern schafft eine professionelle Crew in vier bis acht Stunden. Mit privaten Helfern sollten Sie deutlich mehr Zeit einplanen.
Was darf man am Umzugstag nicht vergessen?
Zählerstände, Schlüsselübergabe, Übergabeprotokoll und die persönlichen Wertsachen, die niemals in den Umzugswagen gehören.
